Heimatliebe

Über Erwartungen & warum sie mich unglücklich machen

Jeder kennt sie. Jeder hat sie. Und so auch ich: Erwartungen

Die Erwartung, dass die Silvesterparty die beste Party des Jahres wird, ich meinen Geburtstag mal wieder mit meinen engen Freunden feiern kann, mich meine Oma endlich mal anruft, der Postbote mit dem Adventspäckchen von meiner Mama an der Türe klingelt, dass ich endlich wieder regelmäßiger Sport mache …
All das sind Erwartungen, die ich an mich selbst und an meine Mitmenschen habe. Die meisten von uns haben solche und insgeheim noch viel mehr bewusste und unbewusste Erwartungen. Doch wie schön wäre es, wenn ich diese Erwartungen erst gar nicht hätte – weniger Enttäuschungen und viel mehr glückliche Momente, wenn schöne Dinge geschehen.

Je wichtiger mir die Menschen sind, desto höher sind meine Erwartungen an sie. Im Umkehrschluss heißt das auch, dass jedes Mal, wenn diese Erwartungen nicht erfüllt werden, eine Enttäuschung eintritt. Eine Enttäuschung, die ich selbst vorprogrammiert habe. Mit meinen Erwartungen, die ich meistens nicht einmal mitteile und somit den Anderen auch nicht die Chance gebe, diesen Erwartungen nachzukommen.

Für das nächste Jahr nehme ich mir vor, mir meine Erwartungen bewusst zu machen und einige, auf die ich verzichten kann abzulegen. Ich werde nicht mehr von meiner Oma erwarten, dass sie mich anruft. Ihre Nummer ist in meinem Handy gespeichert und ich werde sie selber anrufen – und wer weiß, vielleicht wartet sie auch sehnlich auf mehr Anrufe von mir. Je mehr Erwartungen ich ablege, desto weniger Enttäuschungen werde ich erfahren. Ich möchte mich nächstes Jahr einfach mehr über die Dinge im Leben freuen, die passieren, als enttäuscht zu sein, über die Dinge, die nicht passiert sind.

Natürlich kann und will ich nicht alle Erwartungen über Bord werfen, aber ich kann mir diese bewusst machen und so auch verstehen, wo in bestimmten Momenten meine Enttäuschung herkommt und so besser mit ihr umgehen.
Außerdem nehme ich mir vor, meine Erwartungen auszusprechen, die an mich selbst und auch die an meine Mitmenschen. So gebe ich allen die Möglichkeit zu wissen, was ich eigentlich erwarte. Manchmal sind es kleine Dinge, die einfach erfüllt werden können. Manchmal sind meine Erwartungen zu hoch, aber auch dann hilft es diese auszusprechen. Denn wenn ich meinen Mitmenschen nicht erzähle, was ich erwarte, dann haben sie keine Chance diese zu erfüllen, oder mein Verhalten zu verstehen und Konflikte zu vermeiden.

1 thought on “Über Erwartungen & warum sie mich unglücklich machen”

  1. Hey Annika,

    ich musste doch mal reinlesen und kann deine Pläne absolut teilen. Ein wirklich toller Vorsatz, der viel schöner und wertvoller ist als alle oberflächlichen dieser Welt 🙂
    Liebe Grüße,

    Jojo

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