Fernweh

No risk no sun – mit dem Camper in Italien

Vollgetankt, fertige Playlist und gute Laune. Die Badenudel nicht zu vergessen. So ging es für Jojo und mich nach Italien. Lange haben wir davon geredet und spontan wurde der Traum wahr. Mit dem VW-Bus Richtung Süden. Unser Ziel: der Wohnmobilstellplatz in Omegna. Wir wollten wandern, Kanu fahren, baden und auf dem höchsten Berg in der Gegend, dem Monte Mottarone, fahren. Dort kann man übernachten und Sonnenaufgang und Sonnenuntergang bewundern und bei guter Sicht alle Seen in der Umgebung sehen. Und natürlich wollten wir viel italienisches Eis essen. Leider wurden wir stattdessen schon bei unserer Ankunft in Omegna vom starken Regen weggeschwemmt, waren mit dem VW-Bus leicht überfordert und hatten unter anderem eine Mini-Überflutung im Bus, weil wir ein Fenster offen gelassen haben. Man kann also sagen, dass wir wohl am Anfang alles falsch gemacht haben, was man in so einem Campingbus falsch machen kann – leicht frustrierend!

Direkt am Ortasee liegt das schöne Städtchen Orta. Wer früh genug dran ist, kann ohne Scharen von Touristen durch die Gässchen schlendern.

Mit der Hoffnung auf Sonnenschein sind wir dann kurzerhand weiter nach Mailand gefahren und haben dort den Tag mit tausenden von Touristen verbracht. Mailand ist schön, aber im August auf keinen Fall zu empfehlen.

Da leider nur Regen rund um den Lago Maggiore und die anderen Seen vorhergesagt war, haben wir unsere Route spontan geändert …

… und sind dann ans Meer. Frei nach dem Motto „no risk no sun“ sind wir nach Finale Ligure gefahren – definitiv die beste Entscheidung im ganzen Urlaub! Als wir nachts angekommen sind, konnten wir noch nicht wissen, wie schön es tatsächlich war. Die erste Nacht standen wir in der zweiten Reihe, konnten aber am nächsten Morgen sofort einen Stellplatz am Meer ergattert! Auch wenn man offiziell nur 36 Stunden auf dem Stellplatz bleiben darf, interessiert es letztendlich niemanden, wie lange man bleibt.

Leider hat man direkt hinter dem Stellplatz eine Straße, jedoch mach der Blick aufs Meer alles wieder wett und wir sind insgesamt vier Nächte dort geblieben. Auch wenn es leider keine Toilette auf dem Stellplatz gibt. Dafür kann man aber frische Feigen zum Frühstück pflücken und ist innerhalb von 5 Minuten zu Fuß im schönen Finale Ligure.

Wenn die Wellen niedrig sind, kann man problemlos direkt vom Stellplatz über die Steine ins glasklare Wasser klettern, bei höherem Wellengang sind wir nach Finale Ligure gelaufen und haben uns dort an den Sandstrand gelegt.

Der Wohnmobilstellplatz erinnert, wie die meisten Stellplätze, leider eher an einen großen Parkplatz und überzeugt nicht wirklich mit Charme. Dafür kann man sich aber mit leckerem Essen aus der Camping-Küche und Wein einen schönen Abend direkt am Meer machen. Auch wenn Kochen im Campingbus eher einfache Küche bedeutet, heißt da nicht, dass es nicht trotzdem lecker sein kann!

Und wer genug von der Campingküche hat, kann in Finale Ligure auch sehr lecker Essen gehen. Wir waren bei der Pizzeria Dado Matto und haben – wie sollte es auch anderst sein – Pizza gegessen.

Eis zum Mittagessen? Im Urlaub ist das definitiv erlaubt! Bei Il Dattero haben wir uns jeden Tag unser „Mittagessen“ geholt. Mein persönlicher Favorit ist Nutella mit Sorbeteis. Serviert wird das Eis in einem Becher mit Nutella dann Eis nach Wahl und oben drauf nochmal ein Löffel Nutella – der Traum aller Nutellaliebhaber.

Mein Fazit zum Campingurlaub mit VW-Bus: aller Anfang ist schwer aber es lohnt sich definitiv durchzuhalten!

Hier geht’s zum Stellplatz in Omegna (mit Toilette, Dusche und WLAN).

Hier geht’s zum Stellplatz auf dem Monte Matterone.

Hier geht’s zum Stellplatz in Finale Ligure.

 

1 thought on “No risk no sun – mit dem Camper in Italien”

  1. So ein Stellplatz direkt am Meer… hach! Das stelle ich mir richtig kitschig vor! Und was solche Regeln wie das mit den 36 Stunden angeht, empfinde ich es ja immer so, dass die Leute da im Ausland wesentlich lockerer drauf sind als hier bei uns…
    Klingt ganz nach einer tollen Zeit.

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