Auszeit nach dem Abitur: Animateur in Spanien

22. Juni, endlich war es soweit: Tag des Abiballs und endlich hatte diese lästige Schulzeit ein Ende. Klar, jetzt sechs Jahre später sehe ich das alles ein wenig anders, aber damals konnte ich es nicht erwarten, endlich mit der Schule fertig zu sein. Ich hatte genug von allem und jedem und wollte nur eine Sache: weg! Aus diesem Grund bin ich genau einen Tag nach dem Abiball und der offiziellen Zeugnisvergabe nach Mallorca geflogen, um dort erst einmal für 3 Monate als Animateur zu arbeiten.

Wie und bei welcher Firma wird man Animateur?

Ich habe damals ein paar deutsche Reisegesellschaften herausgesucht, die alle einen guten Rufe hatten (TUI, alltours, FTI,…) und habe mich bei diesen ganz easy online beworben. Voraussetzungen für den Job als Animateur sind definitiv ein offenes Wesen und keine Scheu vor Menschen. Außerdem ist es von Vorteil, jedoch keine Voraussetzung, schon einmal mit Menschen gearbeitet zu haben, z.B. als Trainer oder Übungsleiter oder auch selbst sportlich aktiv zu sein. Starten kann man direkt nach der Schulzeit, in den Semesterferien oder auch schon nach abgeschlossener Ausbildung oder Studium. Ich selbst habe bei der alltours Flugreisen GmbH angefangen, die ich als Arbeitgeber sehr empfehlen kann, da die Abwicklung wirklich reibungslos geklappt hat, die Bezahlung ganz gut ist und man alles organisiert bekommt (von Flug über Shuttle bis hin zur Unterkunft). Die Laufzeit der Verträge kann man sehr individuell gestalten.

Wie kann man sich den Arbeitsalltag vorstellen?

Letztendlich kommt es sehr darauf an, welche Art von Animateur man ist, also ob man für das Thema Sport, Freizeit, Fitness oder Kinder zuständig ist und in welchem Hotel man landet. Es gibt Hotels bzw. Clubs, die auch Shows anbieten, sodass man zusätzlich oft abends auf der Bühne steht und zwischendurch schon öfter auch Proben hat. Ich hatte das absolute Glück als Kinderanimateur in einem Club ohne Shows gelandet zu sein, sodass der Arbeitsalltag aus täglich sechs Stunden und zwei Abendveranstaltungen die Woche in Form von beispielsweise einer Minidisco bestand.  So hatte ich sehr viel Freizeit und konnte wirklich viel unternehmen und erleben. Über den Winter war ich in einem Club auf Fuerteventura über einen spanischen Arbeitgeber, was sehr sehr anstrengend war, da man wirklich nur wenig Freizeit hatte und der Tag an sich stressig war. In der Regel hat man einen Tag in der Woche frei.

Mein Fazit

Absolut genial! Aus drei Monaten wurden letztendlich zwei Jahre, in denen ich mein Leben schon ganz gut genießen konnte. Für einen Auslandsaufenthalt finde ich diese Möglichkeit super, da man Geld verdient, wenn man sich bemüht, Land und Leute kennenlernt und auch mal komplett aus seinem „braven“ Alltag entfliehen kann. Für mich ist Animateur jedoch kein Job auf lange Sicht, da man irgendwann doch genug von ständiger guter Laune hat.

Vorteile

  • Auslandsaufenthalt mit Gehalt und all-inclusive-Hotelleben
  • Möglichkeit, super interessante und meistens crazy Leute kennenzulernen
  • Spaß, Spaß, Spaß und Party!

Nachteile

  • keine Sicherheit, dass man ein gutes Team/Hotel bekommt
  • Hotelleben und Stehen in der Öffentlichkeit (bei JEDEM Gang durchs Hotel) kann einem irgendwann echt auf die Nerven gehen

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