Laufen: Von null auf zehn Kilometer in drei Monaten

Zehn Kilometer laufen mag für einige Menschen, besonders trainierte Sportler, nicht sehr herausfordernd sein – für mich war es das vor ein paar Monaten aber definitiv noch so. Wer mich näher kennt, der weiß, dass wenn ich nach einem langem Tag an der Hochschule erst einmal Zuhause angekommen bin, dann verlasse ich das Haus aus Bequemlichkeit eigentlich nicht mehr. Um abzuschalten, mache ich es mir meist mit einem leckeren Abendessen und einer Serie auf meinem Sofa gemütlich.

Wenn ich darüber nachdenke, frage ich mich, warum sich das in den letzten Jahren so entwickelt hat. Früher habe ich total gerne und viel Sport gemacht, habe einige Jahre Leistungsturnen und danach einige Jahre Karate trainiert. Nach dem Abitur hat sich das dann geändert. Die letzten Jahre habe ich manchmal einen Sportkurs über die Hochschule belegt oder war ein paar wenige Male laufen. Jedoch hat mich der Ehrgeiz nie mehr so richtig gepackt, bzw. habe ich meine Zeit einfach anders verplant und das habe ich beschlossen nun zu ändern.

Erste Schritte?

  • Da ich eine Person bin, die gerne und einfach auf Ziele hin arbeitet, habe ich mich zu einem zehn Kilometer Lauf angemeldet, der Anfang Juli stattgefunden hat.
  • Außerdem habe ich mir neue Sportklamotten gekauft, denn wenn ich einmal Geld für etwas ausgegeben habe, möchte ich das auch nicht bereuen. Darüber hinaus habe ich mir neue Sportschuhe gekauft, wofür ich mich im Sportgeschäft professionell beraten ließ. Wie gesagt, hin und wieder habe ich schon ein bisschen Sport gemacht, hatte deswegen aber nur ein paar alte Sportschuhe von Nike, die nach drei Jahren auch einfach irgendwann mal abgelaufen sind.
  • Da ich nur mit Musik laufe, habe ich mir auf Spotify eine entsprechende Liste mit Liedern mit einem eher langsamen BPM runtergeladen, um nicht aus dem Takt zu kommen.
  • Außerdem habe die Lauf-App Runtastic auf das Handy installiert, um meine Strecken und meinen Fortschritt auch tracken zu können.
  • Letztlich habe ich mich noch ein bisschen im Internet über diverse Trainingspläne für Laufanfänger informiert und mir einen kleinen Plan zurechtgelegt. Mir hilft es beispielsweise frühmorgens direkt nach dem Aufstehen laufen zu gehen. Um diese Uhrzeit steht nämlich eigentlich nie etwas anderes an und das erlaubt mir Laufen als kleines Morgenritual zu sehen, sodass sich nach und nach auch ein entsprechender Rhythmus in meinem Alltag entwickelt hat.

Warum laufen?

  • Hauptsächlich laufe ich, um abzuschalten und einen freien Kopf zu bekommen. Mir geht in den letzten Monaten extrem viel durch den Kopf und um dem Gedankenkarussell ein Ende zu machen, hilft manchmal einfach nur eine Runde laufen zu gehen.
  • Wenn ich laufen gehe, kann ich mich total auspowern. Meist lege ich gegen Ende noch einen kleinen Sprint hin, um auch wirklich total geschafft zu sein. Das klingt vielleicht etwas seltsam, aber mir geht es um das Gefühl der vollen Zufriedenheit danach.
  • Was mir am Laufen außerdem sehr gut gefällt, ist die Tatsache, dass man schnell Fortschritte sehen kann und immer wieder kleine Erfolgserlebnisse verspürt, was mich pusht und antreibt damit weiterzumachen.
  • Eigentlich bin ich super gerne draußen im Freien unterwegs, nur leider viel zu selten. Meine Laufstrecke hier in Konstanz liegt direkt am Bodensee, ein kleines Naturparadies, besonders früh am Morgen, wenn nur wenige Menschen unterwegs sind und man so in Ruhe seine Strecke laufen kann.
  • Derzeit wohne ich im fünften Stock ohne Aufzug, was je nach Tagesform ab und zu schon eine kleine Herausforderung darstellt. Ein bisschen fitter und ausdauernder zu sein, schadet nie.
Ansonsten?

Neben dem Laufen besuche ich dieses Semester außerdem ein- bis zweimal die Woche Sportkurse über die Hochschule (Functional Fitness und Body Extreme), die beide die Grundfitness verbessern und eine schöne Abwechslung zum Laufen darstellen.

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