Mallorca – Ausflüge mal anders

Zwei Jahre lang konnte ich auf der wunderschönen Insel Mallorca verbringen, zwei Jahre lang habe ich dort viel erlebt und gesehen. Gerne möchte ich euch für euren nächsten Urlaub auf Mallorca ein paar Tipps geben, wie und wo ihr coole Sachen erleben könnt, die man nicht in jedem Reiseführer findet.

Die Ausflüge sind wild auf der Insel verteilt, jedoch sollte dies, da Mallorca nicht so groß ist nicht im Wege stehen. Mit einem Mietwagen von beispielsweise billiger-mietwagen.de (bisher nur gute Erfahrungen) kommt ihr super easy von A nach B und könnt jeden Ort besuchen, auch wenn euer Hotel nicht in der Nähe ist.

Wandern

Ich muss anfangs direkt zugeben, dass ich kein Wanderfreak bin und richtig lange Touren nicht mag, bzw. es auf Mallorca dafür einfach viel zu warm finde. Trotzdem gibt es für Bewegungs- und Naturliebhaber eine einfache und super schöne Strecke, die man sich unbedingt einmal vornehmen sollte, die aber nichts für ängstliche Leute oder unsichere Läufer ist. Der Spot nennt sich offiziell Mirador Penya del Migdia oder auf deutsch auch Kanonengipfel oder Ziegengipfel – warum merkt ihr schnell. Im Navi kann man als Ziel das Restaurant Mirador de la Vicoria eingeben, wo man bequem und kostenfrei parken kann. Bitte denkt auf jeden Fall daran, etwas zu trinken und eine Kleinigkeit zu essen mitzunehmen, auch wenn die Wanderung pro Strecke nur ca. 45 Minuten dauert.  Zunächst folgt man dem großen Weg. Nach ca. 15 Minuten, für diese Stelle muss man die Augen offen halten, biegt man links auf einen Trampelpfad ein. Diesem folgt man immer weiter, durchquert den „Wald“ bis zu einem Steindurchgang und einer steilen Steinwand, die man aber problemlos hinaufklettern kann.  Oben angekommen solltet ihr im besten Fall eine Kanone finden, ansonsten seid ihr falsch.

Klettern

Hier muss ich auch direkt zu Anfang sagen, dass ich keine professionelle Kletterin bin und dies nur aus Spaß mache. Wer keine Lust hat, den ganzen Tag am Strand oder Pool zu liegen und ein bisschen Action bevorzugt, sollte auf jeden Fall in Santanyi den Felsen Es Pontas besuchen. Dieser liegt in Bogenform zwischen der Cala Santanyi und Es Caló des Macs im Meer. Natürlich rede ich nicht davon, den Stein von der Aussichtsplattform zu begutachten (boring!), sondern natürlich rüberzuschwimmen und hochzuklettern, um im besten Fall runterzuspringen (16 Meter). Dies soll nicht bedeuten, dass so etwas nicht auch gefährlich sein könnte! Bitte macht das auf eigene Gefahr und seid vorsichtig dabei. Parken könnt ihr ganz entspannt in der Straße Carrer Sa Cova d’es Coloms in Santanyi. Von dort lauft ihr erst einmal zu der Aussichtsplattform und dann weiter südlich, wo ihr einige Stellen findet, von welchen man einfach runter ans Wasser kommt. Bitte vergesst nicht euer Handtuch, eure Wasserschuhe und am besten eine Taucherbrille. Außerdem sollte man nur ins Wasser gehen, wenn es komplett ruhig ist! An der Küste könnt ihr dann wieder nördlich zurück Richtung Stein gehen und da auch ins Wasser gehen. Wenn man unter dem Stein durch den Bogen hindurchschwimmt und dann links zum Felsen schwimmt, kann man mit etwas Geschick auf den Felsen hochklettern. Richtung Horizont und direkt in der Mitte des Steins ist es tief genug, um zu springen. Hier solltet ihr auf jeden Fall darauf achten, das Meer unter euch genau zu untersuchen (deswegen die Tauchbrille) und zu überprüfen, ob man ohne Probleme springen kann.

Übrigens kommt bestimmt bald noch ein Post speziell zum Thema Klippenspringen. 

Action

Ein absolutes Highlight ist definitiv das Wave House in Magaluf südlich von Palma. Das Wave House, welches vor allem ein Hotel ist, bietet zwei künstliche Wellen, die man besurfen kann. Zur Auswahl stehen eine kleine Welle für Anfänger oder Leute, die ein paar Tricks anbringen möchten und eine große Welle, die als Barrel aufgefahren wird.  Das Tolle am Wave House ist auf jeden Fall auch das ganze Surrounding: Man hat Meeresblick, ist mit zwei Schritten am Sandstrand und hat ein echt chilliges Ambiente mit DJ-Sets und Bars. Kosten liegen pro Stunde bei 35€, wobei man sich den FlowRider mit anderen Personen teilen muss und einen Coach hat, der einem zur Seite steht (auf englisch).

Ausblick

Ausblicke, die einen einfach umhauen, gibt es unzählige auf Mallorca. Ich zeige euch zwei weitere, einen kennt ihr schon vom ersten Punkt, den Kanonengipfel. Einen weiteren unfassbar atemberaubenden Blick über die Bucht von Palma erhaltet ihr vom Castell de Bellver in Palma. Dies kostet euch absolut nichts, solange ihr das Schloss nicht besichtigen möchtet. Das habe ich persönlich auch noch nie gemacht. Ihr fahrt einfach mit dem Auto zu dieser Adresse: Carrer Camilo José Cela, s/n, 07014 Palma. Dort sind unzählige Parkmöglichkeiten und ihr könnt einen tollen Blick über Palma genießen.

Als weiteren Ausblick möchte ich euch eine Bergrundfahrt durch das Tramuntanagebirge ans Herz legen, was sich über die komplette Westküste erstreckt. In Port de Pollenca fahrt in Richtung Pollenca-Stadt und biegt dazwischen rechts ab, um ins Gebirge zu gelangen. Von dort führt euch die Straße automatisch Richtung Soller, dann weiter über Deià und Valldemossa, von wo ihr ganz easy wieder zurück nach Palma kommt. Ihr solltet auf jeden Fall in mindestens einem Dorf eine Pause einlegen und bestenfalls auch einmal Richtung Meer fahren, da die Buchten dort unglaublich schön sind.

Special

Wer sucht sie nicht? The one and only? Diese eine Bucht, die alles so special macht und sich  vom normalen Strand abhebt? Weißer Strand, türkisblaues Wasser und keine Touristen? Ich habe hier Geheimtipps, die zumindest mir das Gefühl von Einzigartigkeit und unnahbarer Schönheit vermitteln. Zum einen ist das die Cala San Vicente im Norden der Insel. Hier findet ihr eine süße kleine Bucht, umrandet von Felsen und mit Sand, der weit ins Meer hineinläuft. Perfekt um zu entspannen, schnorcheln, Kajak zu fahren oder, wer hätte es gedacht, Klippen zu springen.  Meistens sind Einheimische vor Ort, ein paar wenige Touristen aus den einzigen zwei Hotels in der Nähe oder Besucher von vereinzelten Yachten, die im Meer schaukeln.

Außerdem möchte ich euch die Cala Varques im Osten der Insel, die sich auch Hippiebucht nennt, zeigen. Der Weg dahin ist jedoch mit einem Fußmarsch von mindestens 30 Minuten etwas knifflig, da dieser Platz außer von Booten nicht näher befahrbar ist. Man parkt an der Landstraße Ma4014 ziemlich mittig zwischen Porto Colom und Porto Cristo und geht dann östlich erst auf einem Feldweg und dann auf einem Trampelpfad Richtung Bucht. Zur Prime Time im Sommer sollte man aufpassen, da der Strand auch überfüllt sein kann.

Stundenlang könnte ich mit Tipps zu Touren weitermachen, jedoch werde ich dies wohl auf einen zweiten Post verschieben. 😉

Tramuntanagebirge
Es Pontas in Santanyi
Kanonengipfel – Nähe Alcudia
Cala San Vicente – Nähe Pollenca

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.