Studium – der Hustle ist hart…

…der struggle so real.

Seit fast sechs Jahren beschäftigt mich das Thema „Studium“ mittlerweile. Seit sechs Jahren verzweifele ich an dem Gedanken und nein, ich habe tatsächlich noch kein Studium begonnen. Ich habe aber das Gefühl, dass 99 % der Personen in meinem Alltag studieren oder studiert haben.

Ich bin schon seit Langem auf der Suche nach dem richtigen Studiengang und vor allem nach der Richtung, die es werden soll. Eigentlich finde ich, dass man grundsätzlich nicht studiert haben muss, sondern dass man mit einer praktischen Ausbildung einen viel höheren Mehrwert als qualifizierenden Grundstein für das Berufsleben erwerben kann. Ich denke sogar, dass man enorm viele Berufe durch die tägliche Arbeit kennenlernt und recht zügig sowie effizient eingelernt werden kann.

Ich habe den Eindruck, dass die heutige Gesellschaft und vor allem die Schulabsolventen dies genau anders sehen. Die Tendenz geht eher in die Richtung, dass jeder für jeden Job studiert haben muss. Ich denke nicht einmal, dass die Personaler Schuld daran haben, dass ein Hochschulabschluss Voraussetzung ist, sondern, dass die Schüler denken, dass man nur mit einem Studium erfolgreich im Beruf werden kann. Leider leiden dann die Leute darunter, die wie ich, bisher nur eine „normale“ Berufsausbildung genossen haben, die anscheinend in der heutigen Gesellschaft so gut wie nichts mehr Wert ist.

Grundsätzlich finde ich es super, wenn man sich weiterbildet und studieren geht. Ich finde es aber sehr schade, wenn man irgendwas studiert, nur um einen Bachelorabschluss vorweisen zu können, mit dem man sich  leider in der heutigen Zeit nicht zwingend von anderen Bewerbern abhebt, aber die, die eine berufliche Ausbildung vorweisen komplett in den Hintergrund schiebt.

Diese Einstellung legt mir persönlich einen riesengroßen Stein in den Weg, da ich unglaubliche Angst habe, eine falsche Auswahl des Studiengangs zu treffen, genauso wie es mir schon bei der Wahl meiner Ausbildung passiert ist. Ich habe keine Lust irgendetwas zu studieren, was mir dann doch nicht gefällt oder mich nicht weiterbringt. Eigentlich bin ich sowieso eher ein Arbeitsmensch, aber leider besteht so eine enorme Zukunftsangst, die mir Druck macht, endlich mal ein Studium anzufangen, zum einen um einigermaßen eine Chance auf dem Arbeitsmarkt zu haben und zum anderen um dem akademischen Standard zu entsprechen. Das hört sich hart an, aber wenn man ehrlich ist, dann ist dies die Wahrheit. Es wird mir immer klarer, dass man als Arbeitskraft heutzutage ohne Studium einfach weniger wert ist.

Ich begebe mich jetzt weiter in die tiefen Gefilden der 150.000 Studiengänge und träume weiter davon, einfach abzuhauen und dem ganzen „Standard“ zu entfliehen. 😉

PS: Wem geht oder ging es genau so? Any recommendations?

 

One thought on “Studium – der Hustle ist hart…

  1. Ich gebe dir vollkommen recht, dass man nicht für jeden Beruf studieren muss und das meiste lernt man eh durch Praxis. Letztendlich ist es oft aber auch gar nicht so wichtig, was man studiert hat sondern manchmal eben nur, dass man studiert hat, da man im Studium auch viel mehr lernt als nur das Fachliche. Konsequenz, Durchhaltevermögen, Teamfähigkeit, Selbstständigkeit sind alles Eigenschaften, die man automatisch als Absolvent zugeschrieben bekommt. Trotzdem finde ich halt, dass es mittlerweile eher viel zu viele Studiengänge gibt. Studium bedeutet eben eigentlich auch forschen, aber meistens trifft das ja gar nicht mehr zu. Am Ende muss halt trotzdem nicht jeder studieren, genau so wie nicht jeder ein Abi braucht oder einen Führerschein.

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